TT Blog
Neue EMPCO-Richtlinie: Warum das neue EU-Gesetz gegen Greenwashing deine größte Chance ist.
- Details
- Erstellt: Dienstag, 23. Juni 2026 00:00
Verwendest du die folgenden Begriffe auf deiner Website?
Beim Thema Nachhaltigkeit gelten bald verschärfte Spielregeln. Die EU hat eine neue Richtlinie verabschiedet: die EMPCO (Empowering Consumers for the Green Transition). Sie zielt darauf ab, Verbraucher vor irreführenden Umweltaussagen und Nachhaltigkeitssiegeln zu schützen und die Transparenz in der Umweltkommunikation zu erhöhen.
In diesem Blogbeitrag haben wir zusammengefasst, was ab September 2026 verboten ist und wie ihr eure Kommunikation rechtssicher gestaltet.
Was heißt das nun konkret?
Reine Werbefloskeln auf Websites und Flyern werden ab diesem Zeitpunkt abmahnfähig. Das klingt im ersten Moment nach viel Bürokratie, ist aber bei genauerem Hinsehen eine klare Sache.
Bereits im letzten Jahr haben wir einen Blogartikel darüber geschrieben, wie wichtig Ehrlichkeit in der Gästekommunikation ist. Mit der neuen EMPCO-Richtlinie macht die EU diese freiwillige Glaubwürdigkeit nun zum gesetzlichen Standard.
Die drei wichtigsten „Tabu-Zonen“ auf einen Blick:
🚫 Vage Umweltversprechen: Begriffe wie „umweltfreundlich“, „grün“, „ökologisch“ oder „klimaschonend“ sind ohne konkreten Nachweis auf der Website, Verpackungen und Infofoldern nicht mehr erlaubt.
🚫 Klimaneutralität durch CO₂-Kompensation: Ein Produkt oder eine Dienstleistung darf nicht als „klimaneutral“ beworben werden, ohne im eigenen Unternehmen aktiv Emissionen zu senken (z.B.weil man CO₂-Zertifikate kauft -> Waldaufforstungsprojekte etc.)
🚫 Selbstgebastelte Siegel: Ein hübsches, selbst designtes Logo mit der Aufschrift „Unser Öko-Standard“ ist tabu. Erlaubt sind nur noch offizielle, staatlich anerkannte oder von unabhängigen Dritten geprüfte Zertifikate.
Was bedeutet das konkret für dich als Vermieter?
👉 Keine Sorge: Du musst dein Konzept nicht ändern, nur die Art, wie du darüber sprichst! Ein einfacher Wechsel von der Floskel hin zum Fakt macht dich sofort rechtssicher und gleichzeitig viel nahbarer für deine Gäste.
Der Praxis-Check: Vorher vs. Nachher
Vorher (Jetzt riskant / verboten):
- „Bei uns machen Sie zu 100 % nachhaltigen Urlaub.
- „Unser Frühstück ist komplett bio.“
- „Klimaneutrale Anreise zu unseren Ferienwohnungen.“
Nachher (Erlaubt, sympathisch & sicher):
- „Wir heizen mit unserer eigenen Hackschnitzelanlage und nutzen Solarstrom vom Stalldach.“
- „Bei uns gibt es Eier von unseren eigenen Hühnern, selbstgemachte Marmelade und Milch vom Nachbarhof.“
- „Wer umweltfreundlich mit der Bahn anreist, den holen wir gerne kostenlos vom Bahnhof ab.“
👉 Deine 3-Schritte-Checkliste für eine sichere Website
Egal in welcher Branche du tätig bist – so machst du deinen Online-Auftritt fit für die EMPCO-Richtlinie:
- Werbefloskeln streichen: Durchsuche deine Texte nach schwammigen Begriffen wie „öko“, „bio“ (wenn nicht offiziell zertifiziert), „nachhaltig“ oder „klimafreundlich“.
- Spezifisch werden: Ersetze diese Begriffe durch handfeste Fakten. Erzähle, wie du Ressourcen schonst, welche regionalen Partner du nutzt oder wie deine Lieferketten aussehen.
- Siegel überprüfen: Wenn du offizielle Siegel nutzt (z. B. EU Ecolabel, staatliche Auszeichnungen, Branchen-Zertifikate), verlinke direkt auf die Kriterien, damit der Kunde sieht, was dahintersteckt. Eigene Kreationen bitte entfernen.
Fazit: Bleib genau so echt, wie du bist!
Die EMPCO-Richtlinie ist kein Marketing-Verbot, sondern ein Gebot der Ehrlichkeit. Wer von Herzen nachhaltig und transparent agiert, hat absolut nichts zu befürchten. Echte, unverfälschte Geschichten und belegbare Fakten sind ab jetzt dein wertvollstes Marketing-Werkzeug.
Du bist dir unsicher, ob die Texte auf deiner Website zu 100% rechtssicher und trotzdem verkaufsstark formuliert sind? Wir greifen dir unter die Arme!
Gemeinsam prüfen wir deine Formulierungen und zeigen dir, wie du deine Nachhaltigkeit sicher und überzeugend präsentierst!
Melde dich bei Interesse gerne unverbindlch bei uns!
Dein Team von Tourismustraining.at

